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Idee

Stand: März 2009

Das Projekt Kulturlandschaftspfad Schwalm zielt auf die Verbesserung der Wahrnehmung der regionalen Landschafts- und Kulturgeschichte ab. Dazu sollen entsprechende relevante Lokalitäten in geeigneter Form aufbereitet und wahrnehmbar (z.B. durch Infotafeln) gemacht werden. Mit Hilfe einer spezifischen Beschilderung bzw. Kennzeichnung sollen diese Lokalitäten räumlich miteinander in Beziehung gebracht werden und unter Nutzung vorhandener Wegeverbindungen ein Wegesystem (Kulturlandschaftspfad) entstehen.

In diesen Kulturlandschaftspfad sollen grundsätzlich alle signifikanten und für die Entwicklung der Landschaft und für die Kulturgeschichte bedeutenden Elemente einbezogen werden. Dies können z.B. Grenzmarken, Kirchen, markante Gebäude, traditionelle Handwerksbetriebe, geologische Aufschlüsse, besondere Bäume oder Gehölze, bestimmte Landschaftsformen, archäologische Fundorte, aber auch entsprechend ausgerichtete Institutionen wie Museen etc. sein. Durch die Berücksichtigung von Gaststätten und landwirtschaftlichen Direktvermarktern bei der Festlegung des Wegeverlaufs soll die Nutzung des Kulturlandschaftspfades auch einen Beitrag zur regionalen Wirtschaft leisten und kann in diesem Bezug auch Bestandteil des touristischen Angebotes der Region werden. Durch geschickte Integration von Verknüpfungspunkten mit relevanten touristischen Einrichtungen (z.B. Deutschlandradweg) bzw. Stationen des Öffentlichen Personenverkehrs (z.B. Bahnhof Treysa) soll die allgemeine Wahrnehmung des Angebotes verbessert und die Nutzung gefördert werden. Die obligatorische Einbeziehung der zahlreichen kulturhistorisch und landschaftsbezogen aktiven Vereine, Institutionen oder auch Einzelpersonen und deren bereits geleisteten Initiativen sollen weiterhin in das Projekt einbezogen und auf diese Weise eine breite Verankerung in der örtlichen Bevölkerung erreicht werden.

Die Idee zu einem solchen Kulturlandschaftspfad geht auf eine entsprechende Initiative des Fördervereins Kulturlandschaft Schwalm e.V. (Anlage 1) zurück und wird dort seit einigen Jahren im Rahmen der Möglichkeiten des Vereins weiterentwickelt.

Die Grundkonzeptidee orientiert dabei auf die Herstellung und Vermittlung von Bezügen zwischen der Landschafts- und der Kulturgeschichte (Anlage 2). Dazu sollen im Verlauf des Wegesystem an entsprechend geeigneten Standorten „landschaftshistorische Fenster“ inszeniert werden, die die Wechselbeziehungen von Kulturgeschichte und Ausprägung der Landschaft in Verbindung mit den standörtlichen Voraussetzungen des Naturhaushaltes nachvollziehbar machen. Insoweit strebt das Projekt an, landschaftliche Schnitte (Transekte) durch das Schwalmbecken zu repräsentieren.

Der Förderverein hat mit der Sammlung von möglichen Elementen für den Kulturlandschaftspfad sowie mit einer Kartierung der Eignung vorhandener Wege eine umfangreiche Grundlagenarbeit eingebracht.

Grundsätzlich soll der Kulturlandschaftspfad ständig weiter ausgebaut werden können, so daß ein regelrechtes Netz entsteht. Mit dem hier beschriebenen Projekt soll dazu zunächst ein Grundelement geschaffen werden. Der zugrundeliegende Vorschlag geht dabei von mehreren kürzeren Ringwegen aus, die sich im Zentrum des Schwalmbeckens (Loshausen mit dem Weißstorch-Brutplatz als Klammer zwischen Landschaft und Kultur) treffen und in der Aufsicht die Form eines vierblättrigen Kleeblattes oder eines Schmetterlings widerspiegeln (Anlage 3).

Mit dem hier zur Förderung beantragten Projekt soll dieses Grundgerüst für den Kulturlandschaftspfad umsetzungsfähig weiterentwickelt und eine Ausführungsplanung erstellt werden (Anlage 4). Insbesondere gilt es den konkreten Verlauf der vorzusehenden Wegeverbindungen und die Berücksichtigung der kulturgeschichtlich bzw. landschaftsgeschichtlich relevanten Elemente festzulegen, eine Dokumentation über die möglichen Elemente des Kulturlandschaftspfades aufzubauen, Informationstexte und –tafeln sowie die Ausgestaltung der „landschaftshistorischen Fenster“ zu konzipieren, Beschilderungen in Art und Aufstellungsort vorzugeben, Info- und Werbematerialien für die spätere Verwendung vorzubereiten, Vorstellungstermine bei örtlichen Gremien und Institutionen durchzuführen, die Kosten für die Realisierung zu ermitteln, kurzum, den Kulturlandschaftspfad im Detail umsetzungsreif zu konzipieren und die Gründung einer Trägerinstitution für die weitere Entwicklung und Unterhaltung des Kulturlandschaftspfades vorzubereiten. Diese Trägerinstitution soll maßgeblich von den beteiligten Kommunen wahrgenommen werden und eine möglichst breite Anbindung bei örtlichen Aktivgruppen erreichen.

 

 

Über uns

Die Kulturpfade der Schwalm-Aue wurden im Rahmen der LEADER-Förderung als Beitrag zur Regionalentwicklung in Regie des Vereins "Regionalentwicklung Schwalm-Aue" konzipiert.

Die LEADER-Region Schwalm-Aue erstreckt sich über die Verwaltungsgebiete der Städte Borken und Schwalmstadt sowie der Gemeinden Wabern, Neuental, Willingshausen und Schrecksbach. Die Geschäftsstelle der LEADER-Region hat ihren Sitz in

34582 Borken, Am Rathaus 7
Telefon: 05682 808161

E-Mail: regionalentwicklung@schwalm-aue.de
Web:    www.schwalm-aue.de

Kontakt

Förderverein Kulturlandschaft Schwalm e.V.
Jörg Haafke (Vorsitzender)
Dorfmühle
34628 Willingshausen

Telefon: 06697 919040
Telefax: 06697 919041

E-Mail: info@kulturlandschaft-schwalm.de
Web:    www.kulturlandschaft-schwalm.de

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